Rund um Schönau gibt es viele Burgen die es zu erwandern gilt, hier stellen wir Ihnen einige vor.
Wegelnburg

Geographisches
Die Wegelnburg liegt in 572m Höhe auf dem Schlossberg über Nothweiler direkt an der deutsch-französichen Grenze, und ist damit die höchstgelegene Burganlage der Pfalz.
Man erreicht die Wegelnburg aber auch über Wanderwege von Schönau oder Hirschthal aus, bzw. auch vom Gimbelhof oder vom Fleckenstein.

Geschichtliches
Im 12. oder 13. Jahrhundert als Reichsburg gegründet.
1272 durch Straßburger Truppen zerstört.
Vor 1330 wiederhergestellt und ausgebaut.
Anschließend an Kurpfalz verpfändet.
Von 1417 bis 1793 im Besitz der Herzöge von Zweibrücken.
1679 durch französische Truppen zerstört und geschleift.

Interessantes
Die Oberburg ist etwa 90 mal 8 Meter groß. Die Burg ist in drei Zonen aufgebaut. Eine Unterburg gibt es jedoch nur auf der Westseite. Erhalten und restauriert ist der innere Torbau. Felsentreppen ermöglichen den Zugang zur Oberburg. Erhalten sind aus dem Fels gearbeitete Durchgänge.
Die Brüstungen auf der Oberburg entsprechen nicht dem ursprünglichen Aussehen. Es sind nur wenige steinerne Reste von Wohnbauten erhalten, so daß das Aussehen der Burg nur schwer rekonstruiert werden kann.


Löwenstein  (Lindenschmidt)

Geographisches
Der Löwenstein liegt in ca. 550m auf dem Bergrücken, der sich von der Wegelnburg bis zum Fleckenstein erstreckt, und ist von dort auch gut zu erreichen.  

Geschichtliches
Zuerst erwähnt als Reichslehen von Wolfram von Löwenstein.
1283 von Kaiser Rudolf von Habsburg an den Ochsenstein verliehen.
1380 mit Hensel Streif von Landenberg geteilt.
1383 zur Hälfte an Johann von Bitsch verpfändet.
1386 durch Reichsvikar Johann von Lichtenberg wegen Raubritterei zerstört und wahrscheinlich nicht wieder aufgebaut. Hierzu gibt es das Lied vom Lindenschmid
Ruine später im Besitz der Puller von Hohenburg (1482), Zweibrücken-Bitsch (1485), Hanau-Lichtenberg (1570) und Hessen-Darmstadt (1736).  

Interessantes
Die Burg erhebt sich auf zwei eng nebeneinanderliegenden Felsen, östlich die Hauptburg, westlich die Vorburg. Es sind Reste des Treppenturms und einiger Felsentreppen erhalten. Ausserdem wenige Mauerreste.


Hohenburg

Geographisches
Die Hohenburg liegt in 553m Höhe auf dem Schlossberg zwischen Nothweiler und Hirschthal dierekt an der deutsch-französischen Grenze. Zu erreichen ist sie ähnlich wie die Wegelnburg von Nothweiler, Hirschthal, Schoenau, und dem Fleckenstein.

Geschichtliches
Anfang des 13. Jahrhunderts von einer altelsässischen Familie namens Puller erbaut.
1444 erfolglos vom Bischoff von Strassburg belagert.
1457 vom Kurfürsten von der Pfalz erobert.
1482 an Schweikhart von Sickingen.
1523 geschlieft, dann an den Erzbischoff von Trier.
1542 an die Sickingen zurück und erneuter Aufbau.
1680 von den Franzosen (Montclar) endgültig zerstört.

Interessantes
Sehr hübsche Treppenaufgänge, ein Rennaissance-Portal und auf dem höchstgelegenen Punkt eine Richtungstaefel.


Fleckenstein

Geographisches
Der Fleckenstein liegt auf einer Anhöhe zwischen Schönau, und Lembach. Von deren Verbindungsstrasse zweigt ein Fahrweg zur Burg ab, und endet dort auf einem Parkplatz. Erwandern kann man die Burg vom Gimbelhof (20 Minuten), von der Wegelnburg (1 Stunde), der Hohenburg (50 Minuten), dem Löwenstein (45 Minuten) oder der Frönsburg (1,5 Stunden) aus.

Geschichtliches
1129 erstmals als Besitz von Gottfried von Fleckenstein erwähnt.
Ende des 13. Jahrhunderts Reichslehen.
1276 von Rudolf von Habsburg genommen. Befreiung des Bischoffs von Speyer.
1407 und 1441 Restaurationen der Burg.
1674 von Marschall de Vauban ohne Widerstand genommen.
1680 durch Montclar zerstört.
1720 an den Prinzen Rohan-Soubisse verliehen.
Zum Fleckenstein gehörten einst 6 Ämter und 35 Dörfer.

Interessantes
Der Fleckenstein ist in seiner Umgenung die einzige touristisch erschlossene Burganlage. Dies hat er sicher seiner guten Verkehrsanbindung zu verdanken. Ausserdem ist er eine recht imposante Anlage auf einem 52 Meter langen, nur 6 bis 8 Meter schmalen Felsen, mit vielen aus dem Felsen herausgearbeiteten Räumen und Treppen. Die ganze Anlage misst ca. 100 * 30 Meter
Erhalten sind Mauerreste des Palas, Teile des Treppenturms, des Brunnenturms, der Ringmauer und das Tor mit Resten von zwei Türmen.
Im Innern gibt es ein winzig kleines Museum mit Fundstücken aus vergangenen Jahrhunderten sowie einen rekonstruierten Kran zu besichtigen.
Die Burg wird derzeit restauriert.


Blumenstein

Geographisches
Der Blumenstein liegt westlich von Schönau, und ist von dort in einer Stunde erreichbar, wenn es auch einen größeren Höhenunterschied zu überwinden gilt.
Außerdem kann man ihn auch in einer halben Stunde vom Wasigenstein aus erreichen.
Die Ruine gehört mit 495m zu den höchstgelegenen der Pfalz.

Geschichtliches
Vermutlich ca. 1260 durch die oberhessische Familie Blumenstein erbaut.
Ab ca. 1350 im Besitz der Grafen von Zweibrücken und der Herren von Dahn.
Wahrscheinlich 1525 im Bauernkrieg zerstört.
1707 notdürftig instandgesetzt.

Interessantes
Der Blumenstein ist eine kleine, dreigeteilte Burganlage. Der obere und mittlere Teil liegen auf einem schmalen Felsen und sind über eine Felsentreppe erreichbar. Der untere Teil der Burg ist kaum erhalten.

Info:

Die Sage von der Blumensteiner Schlosskätt steht nirgends geschrieben und ist nur noch einigen wenigen älteren Leuten des Dörfchens Gebüg bekannt...


Wasigenstein

Geographisches
Der Wasigenstein liegt in 340 Metern Höhe auf einem westlichen Ausläfer des Maimont. Zugänge existieren von Schönau, Obersteinbach und vom Blumenstein.

Geschichtliches
Erste Erwähung im 12. Jahrhundert.
Im 13. Jahrhundert Reichsburg.
1458 an die Puller von Hohenburg.
1460 an die Fleckensteiner.
Wahrscheinlich während des 30jährigen Krieges aufgegeben.
Endgültig zwischen 1686 und 1689 durch die Franzosen zerstört.

Interessantes
Der Wasigenstein besteht aus zwei Teilen: Groß- und Klein-Wasigenstein. Beide Burgen teilen sich auf der Südseite eine Unterburg.
Interessante Anlage mit vielen erhaltenen Felsentreppen, Durchgängen, einem Wohnturm und einer teilweise erhaltenen Schildmauer aus Buckelquadern.

Info:

Der Wasigenstein war auch Kampfstätte des Walthariliedes.

Zum Wasigenstein gehört auch unbedingt die Sage von Walther und Hildegunde
und dem Gefecht im Wasgenwald, die Bestandteil des Walthariliedes ist.


Frönsburg (Froensbourg)

Geographisches
Nordöstlich von Niedersteinbach (45 Minuten) und südwestlich von Hirschthal (30 Minuten) gelegen. Die Frönsburg liegt sehr ruhig an einem Südhang und lädt dazu ein, die Nachmittagssonne zu geniessen.

Geschichtliches
1269 ertmals erwähnt als Besitz derer von Froensburg.
1349 im Besitz von Ludwig von Frundsperg (1/2), Siegfried von Löwenstein (1/4) und Reinhard von Sickingen (1/4).
1358 wird Pfalzgraf Ruprecht I Lehensherr der drei.
1359 wegen Landfriedensbruch der Inhaber von Johann von Lichtenberg genommen und zerstört. Der Wiederaufbau wurde durch Kaiser Karl IV verboten.
Ende des 15. Jahrhunderts geht die Ruine an die Fleckenstein.
1481 ist die Burg wiederhergestellt.
1677 von den Franzosen geschleift.

Interessantes
Felsenkeller und Mauerreste im unteren Teil, der obere Teil auf dem Burgfelsen ist leider nur sehr schwer zugänglich. Eine Gefährtensicherung und Abseilgerät sind daher dringend zu empfehlen. Im oberen Teil der Burg befindet sich ein weiterer, sehr gut erhaltener Felsenraum, der offensichtlich desöfteren für Übernachtungen genutzt wird.
Bemerkenswert ist der sechseckige der beiden Türme.
Treppen, Brücken und Geländer sind zum Teil mit Vorsicht zu geniessen.
Der Aufgang zur Burg wurde in den letzten beiden Jahren komplett umgestaltet und entspricht wohl jetzt wieder eher dem Original.